Grillverbot


Max-Eyth-See

Antrag: Sauberer Max-Eyth-See statt Müllberge – Grillverbot an Wochenenden und Feiertagen

Der Max-Eyth-See ist eines der wichtigsten Naherholungsgebiete unserer Stadt. Gerade deshalb muss alles darangesetzt werden, seine Aufenthaltsqualität dauerhaft zu erhalten. Die Realität zeigt jedoch seit Jahren ein anderes Bild: Insbesondere an Freitagen, Samstagen, Sonntagen sowie an Feiertagen und den jeweiligen Tagen davor kommt es regelmäßig zu einer massiven Überlastung des Geländes. Zurückgelassene Grillkohle, Einweggrills, Verpackungen und sonstige Abfälle prägen nach diesen Tagen häufig das Erscheinungsbild. Ein Naherholungsgebiet darf jedoch nicht regelmäßig aussehen wie ein Festgelände nach einer Großveranstaltung.

Die CDU-Gemeinderatsfraktion begrüßt ausdrücklich, dass der Sicherheitsdienst am Max-Eyth-See – auf unsere Initiative hin – nach unseren Informationen künftig wieder eingesetzt werden soll. Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass dessen Präsenz wesentlich dazu beigetragen hat, die Situation vor Ort zu verbessern. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wurde der Sicherheitsdienst jedoch eingestellt. Umso erfreulicher ist es, dass seine Finanzierung nun durch die im Doppelhaushalt zusätzlich bereitgestellten Mittel für die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) wieder möglich wird.

Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre aber auch, dass selbst ein Sicherheitsdienst an den besonders stark frequentierten Tagen an seine Grenzen stößt. Wo sich unzählige Menschen zum Grillen treffen, entstehen zwangsläufig große Müllmengen und erhebliche Belastungen für das gesamte Naherholungsgebiet. Ein Sicherheitsdienst kann Missstände eindämmen, sie jedoch nicht vollständig verhindern. Hinzu kommt, dass der Grillbetrieb inzwischen auch zu einer erheblichen Belastung für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr geworden ist. Allein in diesem Jahr mussten bereits zahlreiche Einsätze am Max-Eyth-See gefahren werden, insbesondere aufgrund von Klein- und Entstehungsbränden im Zusammenhang mit dem Grillen.

Aus diesem Grund hält die CDU-Gemeinderatsfraktion ein Grillverbot an Freitagen, Samstagen, Sonntagen sowie an gesetzlichen Feiertagen und den jeweiligen Tagen davor für den richtigen und verhältnismäßigen Schritt. Die Probleme konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf diese Tage. An den übrigen Wochentagen stellt sich die Situation deutlich entspannter dar. Das Grillen soll daher nicht grundsätzlich verboten werden, sondern gezielt dort eingeschränkt werden, wo die größten Belastungen entstehen. Picknicken sowie der Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke bleiben hiervon selbstverständlich unberührt. Ziel ist es nicht, den Aufenthalt am Max-Eyth-See unverhältnismäßig einzuschränken, sondern die mit dem Grillbetrieb verbundenen Belastungen für das Naherholungsgebiet wirksam zu reduzieren.

Mit diesem Vorschlag würde die Stadt zugleich einer langjährigen Forderung des Bezirksbeirats Mühlhausen nachkommen, der sich parteiübergreifend für ein Grillverbot ausgesprochen hat.

Die CDU-Gemeinderatsfraktion ist überzeugt, dass erst die Kombination aus einem wieder eingesetzten Sicherheitsdienst und einem Grillverbot an den besonders belasteten Tagen die Situation am Max-Eyth-See nachhaltig und zufriedenstellend verbessern wird. Das Grillverbot schafft eine klare und einfach kontrollierbare Regelung für den Sicherheitsdienst. Verstöße können unmittelbar festgestellt und konsequent geahndet werden, wodurch die Wirksamkeit der Kontrollen deutlich erhöht wird. Zugleich würde ein Grillverbot dazu beitragen, die an den besonders stark frequentierten Tagen regelmäßig aus dem Ruder laufende Verkehrssituation rund um den Max-Eyth-See zu entschärfen und dadurch auch die Zufahrts- und Rettungswege besser freizuhalten. Erst das Zusammenspiel beider Maßnahmen bietet die Chance, die Vermüllung und die Übernutzung des Max-Eyth-Sees dauerhaft einzudämmen und das Naherholungsgebiet wieder zu einem sauberen, sicheren und attraktiven Ort für alle Bürger zu machen.

Wir beantragen die Abstimmung über folgenden Beschlusspunkt im Verwaltungsausschuss am 15.07.2026:

Die Verwaltung wird beauftragt, das Grillen im Naherholungsgebiet Max-Eyth-See an Freitagen, Samstagen, Sonntagen sowie an gesetzlichen Feiertagen und den jeweiligen Tagen vor gesetzlichen Feiertagen durch eine entsprechende Änderung der geltenden Benutzungsregelungen zu untersagen und die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung und Durchsetzung des Grillverbots zu ergreifen.

Antragssteller: Alexander Kotz / Dr. Markus Reiners / Jürgen Sauer / Anita von Brühl / Beate Bulle-Schmid / Bianka Durst

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (52,5 KiB)

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