Müllmarathon
Feierliche Eröffnung

Credits Bild: Stadt Stuttgart / Fabrice Weichelt
Amtsblatt 27/2026
Erster Stuttgarter Müllmarathon
Ein sauberes Stuttgart ist für uns keine Nebensache. Saubere Straßen, Plätze und Grünanlagen tragen zur Lebensqualität, zum Sicherheitsgefühl und zur Attraktivität unserer Stadt bei. Deshalb haben wir als CDU-Gemeinderatsfraktion vorgeschlagen, die Idee des bekannten „Blitzermarathons“ auf das Thema Vermüllung zu übertragen: mit mehr Sichtbarkeit, gezielter Aufklärung und konsequenter Ahndung von Verstößen.
Vom 19. bis 23. September wurde dieser Ansatz mit dem ersten Stuttgarter Müllmarathon nun sichtbar in die Praxis umgesetzt. Die Entsorgungsüberwachung der AWS, der städtische Vollzugsdienst, der Verein „Sicheres und Sauberes Stuttgart“ sowie weitere Akteure waren gemeinsam unterwegs. Genau dieses Zusammenspiel hatten wir mit unserem Antrag gefordert: Präsenz an bekannten Hotspots, Gespräche mit Bürgern und dort, wo Regeln bewusst missachtet werden, auch Sanktionen.
Denn illegale Müllablagerungen und achtlos weggeworfener Abfall sind kein Kavaliersdelikt. Wer Zigarettenkippen, Verpackungen oder anderen Müll im öffentlichen Raum entsorgt, belastet Umwelt und Allgemeinheit. Die rechtlichen Möglichkeiten zur Ahndung sind vorhanden. Entscheidend ist, dass sie auch angewendet werden. Gleichzeitig muss Prävention ein fester Bestandteil bleiben: Aufklärung über die Folgen falscher Abfallentsorgung kann Verhalten verändern, bevor ein Bußgeld notwendig wird.
Für uns war deshalb von Anfang an klar: Ein Müllmarathon darf nicht nur eine einmalige Aktion sein. Unser Antrag sieht mindestens zwei Müllmarathons im Jahr und einen Bericht des Vollzugsdienstes über Ordnungswidrigkeiten bei der Abfallentsorgung vor. Anschließend muss ausgewertet werden: Wie viele Verstöße wurden festgestellt? Wie viele Menschen wurden angesprochen? Welche Hotspots konnten besonders wirksam bearbeitet werden?
Diese Zahlen sollten Grundlage dafür sein, ob das Konzept dauerhaft fortgeführt wird.
Der erste Müllmarathon hat gezeigt, dass mehr Präsenz wahrgenommen wird und das Thema Sauberkeit Aufmerksamkeit bekommt. Darauf sollten wir aufbauen. Stuttgart braucht eine starke AWS, einen sichtbaren Vollzugsdienst, engagierte Bürger und klare Regeln, die im Zweifel auch durchgesetzt werden. Sauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Aber Gemeinschaft funktioniert nur, wenn Verantwortung übernommen wird – von der Stadt ebenso wie von jedem Einzelnen.
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