Rosensteinbrücke
Ausgewogene Lösung
Amtsblatt 23/2025
Cannstatt wieder verbinden
Die Rosensteinbrücke bewegt Bad Cannstatt – das zeigte sich deutlich bei unserer jüngsten Veranstaltung, zu der rund 60 interessierte Bürger gekommen sind. Die Resonanz verdeutlicht, wie groß das Bedürfnis nach Information und einer schnellen Lösung ist.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand der dringende Wunsch nach einem zügigen Neubau der Brücke. Viele Anwesende machten klar, dass sie als Bewohner der Stadtteile auf der anderen Neckarseite tagtäglich unter den aktuellen Einschränkungen leiden. Ob mit Bus, Bahn oder Pkw – der Weg ins Cannstatter Zentrum ist seit dem Wegfall der Rosensteinbrücke deutlich umständlicher geworden. So erzählten mehrere Bürger beispielsweise, dass sie in Bad Cannstatt wohnhaft seien, aber in einem anderen Landkreis arbeiten würden und für sie keine adäquate Zugverbindung zu ihrem Arbeitsort bestehe. Durch den Wegfall der Brücke hätten sie einen erheblich längeren Arbeitsweg. Ein anderer Bürger ärgerte sich, dass seine Bekannten aus den umliegenden Stadtbezirken nicht mehr so häufig nach Cannstatt kämen, weil ihnen der direkte Anschluss mit dem Auto fehle. Früher seien sie wegen der Restaurants und Biergärten häufiger in den Stadtbezirk gekommen.
Gerade deshalb setzen wir uns dafür ein, dass bei der künftigen Brücke eine ausgewogene Lösung gefunden wird. Aus unserer Sicht sollte zumindest eine Pkw-Spur in jede Fahrtrichtung berücksichtigt werden. Dies wäre immer noch eine deutliche Reduzierung der ursprünglichen Autofahrspuren, wie es die linke Mehrheit im Rat fordert.
Eine Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs birgt die Gefahr, die Attraktivität der Cannstatter Altstadt weiter zu mindern. Wir wollen kein „Trading-Down“ der Innenstadt hinnehmen, sondern ihre Funktion als lebendigen Mittelpunkt erhalten und stärken. Eine Brückenlösung, die auch den Pkw-Verkehr in beide Richtungen ermöglicht, wäre aus unserer Sicht ein wichtiger Kompromiss – zwischen den Erfordernissen einer zeitgemäßen, klimafreundlichen Mobilität und den berechtigten Interessen der Bürger.
Von den Grünen und der SPD erhoffen wir uns daher, dass sie diese Argumente noch einmal sorgfältig abwägen. Die Stadtteile Neckarvorstadt, Pragstraße, Altenburg, Hallschlag, Birkenäcker und Burgholzhof sind auf eine gute Anbindung angewiesen – und die Rosensteinbrücke kann und muss diese Rolle künftig wieder übernehmen.
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