Abfall und KI


KI bei der LHS

Antrag: Klimaschutz: Weniger Lebensmittelabfälle bei der Landeshauptstadt dank Künstlicher Intelligenz

Tagtäglich werden Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen. Einer Studie zur Folge vom Johann Heinrich von Thünen-Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart werden allein in Deutschland jährlich ca. 75 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr/pro Kopf
weggeworfen.

Die Gesamthöhe aller deutschen Lebensmittelabfälle in der Wertschöpfungskette liegt bei rund 12 Millionen Tonnen. Der größte Anteil mit 9,31 Mio. Tonnen entsteht dabei in den privaten Haushalten und bei der Lebensmittelverarbeitung, gefolgt vom
Außer-Haus-Verzehr (z. B. Kantinen) mit 1,76 Mio. Tonnen pro Jahr. Kliniken, Kantinen und Schulmensen gehören zu den Orten mit den höchsten Abfallmengen. Gerade hier besteht Potenzial, einen weiteren Beitrag beim Klimaschutz zu leisten, denn jeder Abfall ist ein unnötiger CO2-Fußabdruck. Mithilfe von künstlicher Intelligenz könnten diese Lebensmittelabfälle sowie Kosten und CO2 signifikant vermieden werden.

KITRO - ein Schweizer Start-up - bietet für dieses Problem eine automatisierte Datenerfassungs- und Analyselösung für Lebensmittelabfälle an. Weggeworfene Lebensmittel werden dabei gescannt, identifiziert, unterschieden und aufgezeichnet,
einschließlich deren Gewicht. Durch Analyseberichte über Online-Applikationen werden Informationen über die produzierten Abfallmengen übermittelt, damit die Küche spezielle Änderungen im Essensangebot vornehmen kann.

Wir als CDU-Gemeinderatsfraktion betonen immer wieder, dass wir für einen Klimaschutz mit absoluter Technologieoffenheit stehen. Aus diesem Grund sind wir von dieser innovativen Idee sehr begeistert. Wir können uns vorstellen, dass diese Innovation ein
Baustein im städtischen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen und eine Strategie gegen Lebensmittelverschwendung sein könnte. Darüber hinaus erhalten Lebensmittel eine größere Wertschätzung, die sie dringend benötigen.

Wir bitten deshalb um Berichterstattung folgender Fragen im Unterausschuss für Essenversorgung:

1. Wo entstehen Lebensmittelabfälle bei der Landeshauptstadt Stuttgart?

2. Wie schätzt die Verwaltung die Höhe an Lebensmittelabfällen in Kliniken, Kantinen und Schulmensen ein?

3. Gibt es bereits Pläne, um Lebensmittelabfälle bei der Landeshauptstadt zu verhindern?

4. Ist der Verwaltung das Start-Up aus der Schweiz und deren automatisierte Datenerfassungs- und Analyselösung für Lebensmittelabfälle bekannt?

5. Wie bewertet die Stadt diese Innovation für Kantinen und Schulmensen in Anbetracht zur Reduktion von Lebensmittelabfällen?

6. Wie könnte ein Einsatz bei Einrichtungen der Landeshauptstadt aussehen und würden sich Vorteile ergeben?

Antragssteller: Alexander Kotz / Iris Ripsam / Ioannis Sakkaros / Bianka Durst / Fritz Currle / Fred-Jürgen Stradinger

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (255,7 KiB)

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