Corona-Krise: Jugendhäuser stärker in den Fokus rücken


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In vorsichtigen Schritten werden den neuesten Entwicklungen folgend Lockerungen in den
Gesprächen zwischen Bund und Ländern in zahlreichen Bereichen beraten, vorbereitet oder
gar schon durchgeführt. Die Öffnung der Spielplätze hat bei vielen Akteuren und Familien
für positive Reaktionen gesorgt. Nun gilt es auch in weiteren Bereichen unter
Berücksichtigung der Vorschriften von Bund und Land, aber mit der notwendigen Kreativität,
über Lockerungen nachzudenken.
Ein wesentlicher Bereich sind die Jugendhäuser und die an den Jugendhäusern
angedockten, daher umliegenden, Spielflächen inklusive der Spiel-Infrastruktur. Eine
Öffnung dieser Spielflächen könnte nochmals zu einer Entlastung der bereits geöffneten
Spielplätze führen. Zudem könnte eine solche Öffnung den in den vergangenen Wochen
abgeschwächten Bezug der Kinder und Jugendlichen zu den Jugendhäusern nochmals
stärken.
Darüber hinaus gilt es über eine vorsichtige und durchdachte, daher ganzheitliche, Öffnung
der Jugendhäuser nachzudenken. Dies erscheint vor dem Hintergrund der weiterhin
geschlossenen Schulen für die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler äußerst sinnvoll. So
könnte in den Jugendhäusern, sofern dies zulässig und möglich ist, eine schulische
Notbetreuung, insbesondere mit der vorhandenen PC-Infrastruktur, durchgeführt werden.
Ein solches Vorgehen könnte im Sinne der Chancengerechtigkeit gerade jenen
Schülerinnen und Schüler helfen, die im Privaten keinen Zugang zur digitalen Infrastruktur
haben.
Allerdings kann dies nur dann ermöglicht werden, wenn die Jugendhäuser mit
entsprechenden Hygienekonzepten vorbereitet sind und auch die Versorgung mit einfachen
Mund-Nasen-Schutz (Masken) gewährleistet ist.

Deshalb beantragen wir:
1. Die Stadtverwaltung ersucht die Landesregierung im Rahmen der nächsten Novellierung
der landesrechtlichen Corona-Veorordnung eine Ermöglichung der Öffnung von
Jugendhäusern zu prüfen. In diesem Rahmen ersucht die Stadtverwaltung die
Landesregierung zumindest die Spielflächen der Jugendhäuser unter Einhaltung der
Schutz- und Hygienemaßnahmen wieder zu öffnen.
2. Sofern eine Öffnung der Jugendhäuser ermöglicht wird, prüft die Stadtverwaltung
gemeinsam mit dem Land, ob eine schulische Notbetreuung für Kinder und Jugendliche,
welche die Schule noch nicht besuchen dürfen, in den Jugendhäusern ermöglicht werden
kann.
3. Sollte des Weiteren eine Öffnung der Jugendhäuser ermöglicht werden, schlägt die
Stadtverwaltung in Absprache mit der Jugendhausgesellschaft ein entsprechendes
Hygienekonzept zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen vor. Hierzu sollte auch gehören,
dass die Jugendhäuser und weitere Einrichtungen der Jugendhausgesellschaft
entsprechende Masken für die Besucher bereitstellen.

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