Defibrillatoren für Stuttgarter Sportstätten


Defibrillatoren vor Ort können Leben retten, gerade die vergangene Fußballeuropameisterschaft hat dies eindrucksvoll gezeigt. Als der dänische Fußballprofi Christian Eriksen plötzlich auf dem Platz mit einem Herzstillstand zusammenbrach, konnte durch schnelles Eingreifen mit einem Defibrillator das Leben des Fußballprofis gerettet werden.

Solche plötzlichen Herzstillstände treten natürlich nicht nur im Profibereich auf, sondern passieren auch im Amateurbereich. Leider sind nur ungefähr fünf Prozent der Sportstätten in Deutschland mit einem Defibrillator für lebensrettende Maßnahmen ausgestattet. Dies ist besonders alarmierend, da laut wissenschaftlichen Studien 93 Prozent der Menschen gerettet werden könnten, wenn ein Defibrillator direkt zur Verfügung steht. Ohne Defibrillator sinkt die Überlebenschance auf minimale neun Prozent.

Wir sind aufgrund dieser Zahlen alarmiert, denn es darf bei der gesundheitlichen Versorgung von Sportstätten keine Lücken geben. Daher stellen wir an die Stadtverwaltung folgenden Antrag:

1. Wie bewertet die Verwaltung den medizinischen Nutzen, wenn Defibrillatoren an Stuttgarter Sportstätten einheitlich zur Verfügung stehen?

2. Wie stellt sich die aktuelle Auslastung mit Defibrillatoren an Stuttgarter Sportstätten dar?

3. Die Verwaltung stellt dar, wie schnellstmöglich alle Stuttgarter Sportstätten mit einem Defibrillator ausgestattet werden können.

4. Welche Fortbildungen in Bezug zum Umgang mit einem Defibrillator werden für die Vereine notwendig und wie können diese schnellstmöglich abgehalten werden?

5. Welche Kosten würden auf die Stadt Stuttgart mit diesen Maßnahmen zukommen?

Da wir diesen Antrag als haushaltsrelevant für 2022/2023 sehen, bitten wir um
schnellstmögliche Beantwortung!

Antragssteller: Dr. Markus Reiners / Jürgen Sauer / Nicole Porsch

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (242,6 KiB)

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