Die Gestaltung der Rathausfassade ist ein Thema für den Gemeinderat


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Erst in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Klima und Umwelt vom 15. Mai 2020
wurde durch die Stadtverwaltung beiläufig bekanntgegeben, dass zusätzlich zu den Anlagen
auf dem Dach des Rathauses auch entlang der Fassade des Rathausturms
Photovoltaikanlagen installiert werden sollen.
So richtig der Einsatz solcher Anlagen auch ist, so stellt dieser Eingriff eine wesentliche
Veränderung in die Optik und Ausstrahlung eines der wichtigsten Gebäude Stuttgarts dar.
Aus diesem Grund hätte es für den Oberbürgermeister selbstverständlich sein müssen, die
Idee für diese Maßnahme frühzeitig in den gemeinderätlichen Gremien vorzustellen, statt
sie in ihrer Zielgeraden beiläufig anmerken zu lassen.
Folglich sollte die Installation dieser Anlagen ergebnisoffen nochmals in den Gremien des
Gemeinderats diskutiert werden. Die kritischen Stimmen haben sich nach Bekanntgabe
durchaus gehäuft.
Deshalb beantragen wir:
1. Der Oberbürgermeister stellt in einer der nächsten Sitzungen des Ausschuss für
Stadtentwicklung und Technik seine Ideen zum Projekt Photovoltaikanlage am Rathausturm
vor. In diesem Zusammenhang berichtet auch unsere Denkmalbehörde zu deren
Einschätzung über das geplante Projekt, losgelöst ob Denkmalschutz besteht oder nicht.
2.) Zu dieser Sitzung wird ein schriftlicher Vergleich aller Photovoltaikanlagen auf und an
städtischen Gebäuden vorgelegt, in welchem die jeweiligen Investitionssummen,
Stromerträge sowie deren Wirtschaftlichkeit im Vergleich zum geplanten Projekt am
Rathausturm dargestellt wird.
3.) Weiterhin stellt die Verwaltung dar, auf welchen städtischen Gebäuden noch keine
Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert ist und an welchen eine solche zusätzlich an der
Fassade Sinn machen würde.
4.) Das Projekt wird dem Gestaltungsbeirat vorgestellt und deren Einschätzung erfragt.
5.) Im Anschluss beschließt der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik sowie die
Vollversammlung des Gemeinderats, ob das Projekt umgesetzt werden soll oder nicht.
6.) Vor diesen Beschlüssen werden keine weiteren Planungen oder Auftragsvergaben zum
Projekt durchgeführt.

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