Düsseldorfer-Modell


Feierabendparken

Symbolbild für Feierabendparken

Credits Bild: Mit Hilfe von KI erstellt

Amtsblatt 09/2026

Modell Feierabend-Parken nutzen

Die nervige Parkplatzsuche am Abend gehört für viele Stuttgarter zum Alltag. Besonders in dicht bebauten Wohngebieten verschärft sich die Situation, wenn viele Menschen von der Arbeit zurückkehren und wohnortnah einen Stellplatz suchen. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Parkflächen nach Geschäftsschluss ungenutzt, etwa bei Unternehmen, Verwaltungen oder öffentlichen Einrichtungen. Genau hier setzt unser Antrag, der von den Freien Wählern und der FDP unterstützt wird, an.

In Düsseldorf wurde das Feierabend-Parken im Sommer 2024 als Pilotprojekt gestartet. Dabei werden Stellplätze, die nur oder überwiegend tagsüber benötigt werden, in den Abend- und Nachtstunden für Anwohner geöffnet. Am nächsten Morgen stehen sie den Eigentümern wieder vollumfänglich zur Verfügung. Klingt kompliziert, aber es gibt mehrere Unternehmen, die dafür technische Lösungen anbieten und diesbezüglich mit Städten zusammenarbeiten. Das Modell gilt in Düsseldorf mittlerweile als Erfolg, wurde verstetigt und regelmäßig um weitere Standorte ergänzt.

Für Stuttgart kann dieser Ansatz ein wichtiger Baustein sein. Statt einseitig Parkplätze abzubauen oder Gebühren weiter zu erhöhen, braucht es praktikable Lösungen, die den Alltag der Menschen verbessern und sparsam mit Flächen umgehen. Denn wenn Dutzende Parkplätze in einem Wohngebiet wegfallen, bedeutet das immer gravierende Konsequenzen für die Anwohner. Feierabend-Parken schafft keine neuen versiegelten Flächen, sondern nutzt vorhandene Kapazitäten besser. Davon profitieren Anwohner, Betriebe und die Stadt.

In Quartieren mit hohem Parkdruck kann eine Kooperation mit privaten und öffentlichen Eigentümern neue Spielräume eröffnen. Quartiersgaragen und flexible Stellplatzmodelle sollten dabei gemeinsam gedacht werden. Entscheidend ist, dass die Stadt prüft, wo geeignete Flächen bestehen und wie eine einfache Vergabe organisiert werden kann.

Stuttgart braucht eine Verkehrspolitik, die alle Interessen im Blick behält. Deshalb fordern wir, nun zu prüfen, wie Feierabend-Parken auch in Stuttgart umgesetzt werden kann.

Wir beantragen, dass die Stadtverwaltung noch vor der Sommerpause 2026 im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik berichtet, ob das Düsseldorfer Modell des Feierabend-Parkens auch in Stuttgart etabliert werden kann. Zudem soll ein Sachstand zum Bedarf an Quartiersgaragen vorgelegt werden.

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