Ersatzhabitate für Mauereidechsen auf Gleisflächen der SSB AG schaffen!


Seit Jahren beschäftigt sich die Stadtverwaltung mit der Frage über den Umgang mit der Umsiedlung von gefährdeten Mauereidechsen aus dem künftigen Rosensteinquartier nach dem Gleisrückbau. Aus der lokalen Presse war vor einigen Wochen zu entnehmen, dass die Stadtverwaltung derzeit auf der Suche nach weiteren Grundstücken im Stuttgarter Stadtgebiet ist, um ausreichende Ersatzhabitatflächen für den wegfallenden Lebensraum zu schaffen.

Hierzu werden derzeit unterschiedliche Ersatzflächen in Betracht gezogen. Für uns als CDU-Gemeinderatsfraktion ist es wichtig, dass vor allem Flächen für die anscheinend vom Aussterben bedrohten Eidechsen verwendet werden, die zu keiner sonstigen Einschränkung von bisherigen Nutzern führt. Wir schlagen vor, auch die Gleisflächen der Stuttgarter Straßenbahn AG mit in die Prüfung aufzunehmen.

Nachdem die Bahn AG die Gäubahnstrecke als Ersatzhabitatflächen verwenden kann, fragen wir uns, ob wir nicht auch ähnliche Schottergleiskörper mit angrenzender Vegetationsfläche innerhalb der SSB-Infrastruktur haben.
Die Gleisflächen mit ihren Schotterflächen könnten als Ersatzhabitat dienen, da diese den Verhältnissen des weggefallenen Lebensraums sehr ähneln. Insbesondere in Streckenabschnitten in den Außenstadtbezirken (z. B. Filder) könnten eventuell Standorte gefunden werden, die eine große Vielfalt an steinigen und vegetationsarmen Lebensräumen mit optimalen Sonnenexpositionen bieten.

Wir bitten deshalb, die Fachverwaltung zu prüfen und dem Gemeinderat zu berichten:

1. Hat die Stadtverwaltung die Gleisflächen der SSB AG bereits als Ersatzhabitat für Mauereidechsen zur Umsiedlung in Betracht gezogen?

2. Können Flächen ggfs. - wenn nötig - umgestaltet werden, so dass diese den gesetzlichen und artenschutzrechtlichen Bedingungen entsprechen (z. B. durch den Bau von Steinwällen und Zäunen)?

Antragssteller: Alexander Kotz / Dr. Carl-Christian Vetter / Fritz Currle / Jürgen Sauer

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (187,3 KiB)

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