Europa für die jungen Stuttgarter


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Die Landeshauptstadt Stuttgart liegt nicht nur geographisch im Herzen des europäischen Kontinents, sondern verkörpert auch durch die zahlreichen Städtepartnerschaften, Initiativen, Verbindungen und Positionierungen die enge politische, gesellschaftliche und kulturelle Verbindung zwischen unserer Kommune und den europäischen Partnern. Gerade die vergangene Europawahl hat gezeigt, dass das Interesse an der europäischen Mehrebenenpolitik, von der EU bis zum Gemeinderat vor Ort, spürbar gewachsen ist.
Dies ist umso erfreulicher, als dass Stuttgart ohnehin zu den größten Profiteuren des europäischen Integrationsprozesses gehört.
Zweifelsfrei lässt sich eine starke Affinität für ein europäisches Bewusstsein vor allem dann erzeugen, wenn im jungen Alter eine Europaerfahrung prägend mitwirkt. Immer wieder berichten junge Stuttgarterinnen und Stuttgarter davon, dass gerade der unmittelbare interkulturelle Austausch dazu beigetragen hat, das Projekt Europa zu einem Herzensanliegen werden zu lassen. In diesem Sinne kann und muss es das Ziel der Landeshauptstadt sein in Zeiten einer unaufhaltsamen Globalisierung und einer enger zusammenrückenden europäischen Familie jungen Menschen unabhängig ihres sozialen Hintergrunds ihre persönliche Europaerfahrung zu ermöglichen. Hierfür gibt es ein altes und bewährtes Mittel: Den Schüleraustausch.

Es ist daher sinnvoll, dass die Landeshauptstadt additiv oder ersetzend zu bisherigen Programmen der einzelnen Schulgemeinden jedem Stuttgarter Schüler und jeder Stuttgarter Schülerin einen Schüleraustausch ermöglichen sollte. Hierfür bedarf es einer umfassenden Konzeptionierung, um bereits im Vorfeld ein allzu bürokratisches Modell möglichst zu verhindern. Wir wollen, dass bis zum jeweiligen Schulabschluss jedem Schüler der Austausch ins europäische Ausland auf nachhaltigem Wege, daher in ökologischer Hinsicht auch möglichst ohne Flugreisen, ermöglicht wird. Hierfür könnten wir uns eine starke Orientierung an den bisherigen
europäischen Städtepartnerschaften zu Straßburg, St. Helens, Cardiff, Lodz und Brünn vorstellen.

Deshalb beantragen wir im Doppelhaushalt 2020/21:

1. Die Verwaltung veranschlagt ab dem Haushaltsjahr 2021 ff. Mittel i.H.v. 2.500.000 € p.a. für ein
ganzheitliches Schüleraustausch-Programm ins europäische Ausland.

2. Die Verwaltung konzipiert hierfür in der ersten Jahreshälfte 2020 ein ganzheitliches Modell für ein solches
Austauschprogramm.

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