Familien und Kindern ein Stück Normalität ermöglichen


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Zu Beginn der Corona-Krise mussten zahlreiche schnelle und oft schmerzhafte
Entscheidungen zum Schutz der Bevölkerung getroffen werden. Dies war in dieser Situation
notwendig und richtig. Damit sind seit vielen Wochen auch im gesamten Stadtgebiet alle
Kinderspielplätze gesperrt, um dort eine räumliche Nähe zwischen Kindern und damit
weitere Infektionen zu verhindern.
Dennoch gilt es nun, das Leben mit der Pandemie und mit dem Virus für weitere zahlreiche
Monate zu akzeptieren, zu lernen und zu gestalten. Hierzu gehört auch, dass mit dem
heutigen Wissen und den gemachten Erfahrungen der letzten Wochen, eine neue und
trotzdem sichere Normalität in unseren Alltag wiederkehren muss. Dies gilt umso mehr für
Familien und Kinder. Wo immer es aus gesundheitlichen Aspekten und mit den
notwendigen Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen möglich ist, sollte den Kindern die
Bewegung im Freien ermöglicht werden.
Dazu gehören auch die Spielplätze in unserer Stadt. Spielplätze sind Orte der Erkundung,
der Sozialisierung und des Lernens für Kinder. Aus gutem Grund sind diese gegenwärtig
nicht geöffnet, aber es stellt sich die Frage, ob nicht auch die eingeschränkte Nutzung von
Spielplätzen, unter Einhaltung der Mindestabstände und begrenzter Personenanzahlen,
sicher und ohne Infektionsrisiko möglich sein kann. Hierfür wäre sicher der Einsatz von
Aufsichtspersonal und eine konsequente Personenzahlbegrenzung auf den Spielplätzen
unerlässlich. Wir sind der Überzeugung, dass im Zusammenspiel von Eltern,
Aufsichtspersonal und einem Konzept mit Begrenzungen ein sicherer Betrieb auf zumindest
je einem der größeren Spielplätze in jedem Stadtbezirk in unserer Stadt möglich sein muss.
Sollte es sich im Betrieb widererwartend anders herausstellen, kann die jetzige komplette
Sperrung immer noch wieder angeordnet werden.
Ein solcher Schritt hängt allerdings maßgeblich vom Willen der Landesregierung ab, da die
aktuelle komplette Schließung der Spielplätze auf einer Corona-Verordnung des Landes
beruht.
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Deshalb beantragen wir:
1. Die Stadtverwaltung ersucht im Rahmen der nächsten Novellierung der landesrechtlichen
Corona-Verordnung die Landesregierung zur Prüfung der Ermöglichung einer begrenzten
Öffnung von einzelnen Spielplätzen auf der Grundlage eines jeweiligen Sicherheits- und
Hygienekonzepts.
2. Zur Untermauerung des Ersuchens an die Landesregierung erarbeitet die
Stadtverwaltung kurzfristig ein Sicherheits- und Hygienekonzept für Spielplätze, welches
unter anderem eine Überwachung und Kontrolle der Sicherheitsabstände (für Kinder und
Eltern) durch geschultes Aufsichtspersonal, eine zeitliche Begrenzung der Öffnungszeiten
und der Benutzungszeiten der jeweiligen Besucher sowie die feste Begrenzung der Anzahl
von auf dem Spielplatz anwesenden Personen beinhaltet.
3. Da aktuell keine Sitzungen der Fachausschüsse des Gemeinderats stattfinden, setzt die
Verwaltung diesen Antrag auf die Tagesordnung des Verwaltungsausschuss am 13 .Mai
2020.

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