Gas-Challenge


Bonusprogramm

Antrag: Stuttgart packt mit an – die Gas-Spar-Challenge

Die aktuell kritische geopolitische Lage lässt den Preis für die wichtigste deutsche Energiequelle Gas explodieren. Ein möglicher Gaslieferstopp durch Russland steht vielleicht kurz bevor und die deutschen Gasspeicher sind momentan leider nur mit knapp an die 60% befüllt. Die Versorgungssicherheit Deutschlands mit Gas im nächsten Winter steht auf wackeligen Beinen, das Bundeswirtschaftsministerium hat die zweite Eskalationsstufe beim Notfallplan Gas ausgerufen.

Jeder eingesparte Kubikmeter Gas bringt die Bundesrepublik daher in der jetzigen Situation voran.

Wir sind der Meinung, dass neben den bundespolitischen Programmen zur Gaseinsparung auch große Städte wie Stuttgart mit eigenen Konzepten aktiv dazu beitragen sollten, möglichst schnell den Gasverbrauch zu reduzieren.

München hat 2018 schon beispielhaft ein Modell zum Stromsparen erprobt. Menschen mit einem Hauptwohnsitz in München konnten ihre Jahresstromrechnung bei der Stadt einreichen. Lag der Wert unter dem bundesweiten Durchschnittsverbrauch, so konnten die Münchner eine gestaffelte
Geldprämie erhalten (je nach Größe des Minderverbrauchs).

Wir stellen uns ein ähnliches Modell in Stuttgart vor, aber in Bezug zum Energieträger Gas, und beantragen bzw. fragen:

1. Die Verwaltung erarbeitet ein Bonusmodell zum Einsparen beim Energieträger Gas in Anlehnung an das Münchner Energiesparmodell. Explizit möchten wir keine durchschnittlichen bundesweiten Verbrauchswerte berücksichtigen oder Einkommensgrenzen festlegen, da erstens jeder Haushalt, der eine bestimmte Menge Gas einspart, profitieren soll und zweitens jede weitere Regelung die Umsetzung bürokratisch und damit langwierig machen würde.

Der einzige Durchschnittswert, den wir für die Berechnung als wichtig erachten, ist die Durchschnittstemperatur der kalten Monate im Vergleich zum Vorjahr und welcher Mehr- oder Minderverbrauch für einen Haushalt damit statistisch einhergehen würde. Als Vergleichsgrundlage zu diesem Wert soll dann jeweils der entsprechende Gasverbrauch bzw. Wärmeenergieverbrauch des Vorjahres dienen.

Selbstverständlich sollen auch Bewohner in Mehrfamilienhäusern, wo die Abrechnung der Heizkosten über die Hausverwaltung erfolgt, an dem Bonus-Projekt teilnehmen können. Wir bitten die Verwaltung darum, ein tragfähiges Modell zu erarbeiten, welches sowohl Haushalte mit eigenem Gaszähler berücksichtigt, als auch jene, die eine Zentralheizung haben.

2. Welches Budget sieht die Stadtverwaltung für ein solches Bonus-Projekt als notwendig an?
Könnten die finanziellen Mittel aus dem Klimapakt der Stadt Stuttgart finanziert werden?

3. Wie schnell könnte ein solches Bonus-Projekt in die Umsetzung kommen?

Aufgrund der ausgerufenen Notfallstufe 2 beim Notfallplan Gas bitten wir um schnellstmögliche Beantwortung im Ausschuss für Klima und Umwelt.

Antragssteller: Alexander Kotz / Fritz Currle / Ioannis Sakkaros / Iris Ripsam

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (193,2 KiB)

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