Haushaltsantrag "Kultur liegt im Trend und Kulturtourismus ist vor allem Städtetourismus"


Vor einigen Wochen konnte man in Paris am „wrapped“ L’Arc de Triomphe erkennen, dass Kunst zu den wichtigsten Attraktionen für den Tourismus weltweit gehört. Das Projekt entwickelte sich schon vor der offiziellen Eröffnung zum Besuchermagnet. Die Touristen strömten nach Paris und standen Schlange, aber auch Einheimische genossen den Blick und die Atmosphäre am Triumphbogen.

Paris war in aller Munde, wurde zum europäischen Hotspot und Millionen Bilder wurden weltweit auf allen WhatsApp und Insta-Accounts geteilt.

Dem Tourismus kommt heute als einem der größten Wirtschaftszweige weltweit eine enorme ökonomische und kulturelle Bedeutung zu. Dabei gehört Kunst zu den wichtigsten Anziehungspunkten und Kulturressourcen, sie ist ein wesentlicher Bestandteil des touristischen Erfolgs einer Destination. Kultur liegt im Trend und Kulturtourismus ist vor allem Städtetourismus.

Aber allein die Verfügbarkeit von kulturellen Attraktionen – und hier hat Stuttgart mit seinen Museen, Theatern, Opernhaus, Ballett, etc. einiges zu bieten-, reicht im nationalen und internationalen Wettbewerb jedoch nicht mehr aus. Vielmehr müssen Destinationen zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit Synergieeffekte zwischen den Sehenswürdigkeiten einer Stadt und deren Region schaffen und sich einen Wettbewerbsvorteil durch „Leuchttürme“ schaffen.

Aber es geht nicht nur um die Wirtschaftskraft aus dem Tourismus – der Anspruch muss weitergehen. Der französische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Anatole Franc hat einmal geschrieben:

„Was ist Reisen? Ein Ortswechsel? Keineswegs! Beim Reisen wechselt man seine Meinungen und Vorurteile.“
Es geht also auch um das Stuttgart Bild derjenigen, die uns besuchen. Deren Eindrücke und Erlebnisse werden in deren Umfeld die Meinungen zu Stuttgart prägen und weiteren Reisenden „Lust auf Stuttgart“ machen.

Wir beantragen:

Das Stuttgarter Kunstmuseum, Stuttgart Marketing und die in.Stuttgart entwickeln gemeinsam eine Idee und ein Konzept für eine (temporäre) künstlerische Großinstallation von Weltruf z.B. am Schlossplatz.

Für die Entwicklung und Umsetzung dieses Projekts beantragen wir finanzielle Mittel im Doppelhaushalt 2022/2023 (Ergänzungshaushalt) in Höhe von 1,5 Mio. Euro.

Antragssteller: Alexander Kotz / Nicole Porsch / Jürgen Sauer

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (191,3 KiB)

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