Impfmöglichkeiten in Stuttgart erweitern!


Die Infektionszahlen und Corona-Patienten auf den Intensivstationen steigen täglich bundesweit weiter an - auch in Stuttgart. Mit Sorge betrachten wir vor allem die zunehmenden Kapazitätsprobleme auf den Intensivstationen - insbesondere durch ungeimpfte Personen. Es ist damit zu rechnen, dass wir in den kommenden Wintermonaten keine Entspannung erwarten werden. Uns ist es vor allem wichtig, dass unsere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie nicht wieder in einem Lockdown enden.

Wir appellieren deshalb an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Impfen ist und bleibt der einzige Weg aus der Pandemie. Um den Schutz der bereits geimpften Personen aufrechtzuerhalten, empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Auffrischungsimpfung für
alle Erwachsenen ab 18 Jahren. Wir begrüßen diese Entscheidung, denn es ist ein weiterer Faktor, um eine Trendwende in der Pandemie zu erzielen. Als Kommune sollten wir schnellstmöglich das Ziel verfolgen, das Schutzniveau unserer Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, vor allem in den Teilen der älteren Bevölkerung.

In der ersten Phase der Impfungen wurden große Teile der Erst- und Zweitimpfungen durch die Impfzentren organisiert, diese wurden in Zusammenhang mit der sinkenden Nachfrage und aus Kostengründen auf die niedergelassenen Ärzte und mobilen Impfteams
abgegeben.

Mit den „Booster-Impfungen“ wird die Nachfrage in den kommenden Monaten wieder deutlich ansteigen. Wir betrachten mit Sorge, dass das bestehende Angebot durch den Anstieg der Nachfrage beim Impfen zu Engpässen in der ärztlichen Beratung bei den
niedergelassenen Ärzten führen wird. Bereits in der ersten Phase war dies eine Herausforderung.

Einzelne Bundesländer wie Rheinland-Pfalz, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Saarland wirken dieser Herausforderung bereits entgegen und eröffnen wieder ihre Impfzentren. Die Stadt hat bereits mit dem Impfangebot im Milaneo, Klett-Passage und
Rathauspassage einen wichtigen Beitrag gestartet. Wir begrüßen und unterstützen dieses Angebot und wünschen uns dies stadtweit auszubauen. Zudem ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass das Land Baden-Württemberg seine Impfoffensive durch regionale
Impfangebote verstärkt.

Wir beantragen deshalb, dass die Landeshauptstadt weitere Impfmöglichkeiten wie z. B. auf dem Cannstatter Wasen, Bürgerzentren und Apotheken eröffnet, um zum einen die niedergelassenen Ärzte zu entlasten und zum anderen das Impfangebot zu erhöhen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob bei Personalmangel die Unterstützung durch Hilfsorganisationen oder die Bundeswehr möglich wäre. Zusätzlich soll die Stadtverwaltung auf das Land zugehen und appellieren, die Impfoffensive durch wohnortnahe Impfangebote zu erweitern.

Antragssteller: Alexander Kotz / Beate Bulle-Schmid / Dr. Klaus Nopper

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (191,7 KiB)

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