Jetzt Grundsatzbeschluss zur Opernsanierung treffen. Diese Punkte sind für die CDU für eine Zustimmung entscheidend.


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Nach vielen Jahren der Diskussion, der Darstellung von Alternativen, von Gutachten und Kostenschätzungen soll nach Vorgabe der Stadtverwaltung der Gemeinderat vor der Sommerpause einen Grundsatzbeschluss zur Opernsanierung fällen.
Wir halten diesen Zeitpunkt jetzt für richtig und notwendig, auch wenn durch die Pandemie und extreme Steigerungen von Baupreisen die Rahmenbedingungen besser sein könnten.
Der Grundsatzbeschluss muss nach unserer Ansicht die Bereiche Interimsstandort an den Wagenhallen, Erweiterung des Werkstatt- und Logistikstandorts Zuckerfabrik, den Abriss und Neubau des Kulissengebäudes an der Konrad-Adenauer-Straße und natürlich nicht zuletzt die eigentliche Sanierung des Littmannbaus umfassen.
Wir stehen als CDU Fraktion zu diesem Gesamtpaket mit neuer Kreuzbühne, da es nicht wirklich eine kulturell sinnvolle und wirtschaftlich vertretbare Alternative gibt.
Für uns als CDU-Fraktion sind aber einige Punkte im Zusammenhang mit dem Grundsatzbeschluss zentral, um unsere Zustimmung dann auch erteilen zu können. Da vermutlich der Beratungslauf vor der Sommerpause eher zeitlich eng sein wird, teilen wir der Stadtverwaltung hiermit diese Punkte mit, damit sie bereits in der Verwaltungsvorlage integriert werden können.
1.) Erweiterung Standort Zuckerfabrik
Hier muss die maximal mögliche Gebäudekubatur für eine dauerhafte Nutzung als Werkstatt-, Verwaltungs- und Logistikgebäude erstellt werden, auch wenn hierzu das Planrecht eventuell geändert werden muss. Dies aus drei Gründen: Die Erstellungskosten im Gewerbegebiet Zuckerfabrik sind deutlich günstiger als in der City, für diese neuen dauerhaften Gebäude muss kein Interim an den Wagenhallen erstellt werden und nicht zuletzt lässt eine geringere notwendige Gebäudekubatur an der Konrad-Adenauer-Straße dort mehr architektonische Ideen und mehr städtebauliche Qualität zu.
2.) Interimsstandort Wagenhallen
Bei der Planung und Erstellung der Interimsgebäude durch die Stadt für die Oper soll ein möglichst großer Anteil für eine später andere, aber dauerhafte Nutzung das Ziel sein. Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit können wir uns kaum etwas Anderes vorstellen. Das eigentliche Operngebäude soll als Interim so erstellt werden, dass es später an anderer Stelle in Deutschland oder der Welt eine weitere Nutzung erfahren kann.
3.) Neubau Kulissengebäude Konrad-Adenauer-Straße und Sanierung Littmannbau
Entscheidend ist, dass die gesamte Stadtgesellschaft, egal ob Opern- und Ballettfreunde oder nicht, einen Mehrwert durch dieses große öffentliche Investitionsprojekt erhalten. Dazu gehören für uns Dinge wie die Öffnung des Littmannbaus auch jenseits von Aufführungen und eine öffentliche Mitnutzung von Teilen des Neubaus durch Gastronomie oder auch z.B. Sportplätze auf dem Dach. Eine solche Ideensuche für öffentliche Nutzungen und einen entsprechenden Mehrwert muss eine zentrale Aufgabenstellung im Architektenwettbewerb des Projektes sein.
4.) Darstellung eines realistischen Zeitplans
Nicht zuletzt wegen der bereits jahrelangen Vorbereitungsphase ist das Gesamtprojekt Opernsanierung ein solches, das am Ende nicht in einem Jahrzehnt erledigt sein kann. Teil des Grundsatzbeschlusses muss auch eine realistische Zeitplanung sein, damit alle Beteiligten und die Öffentlichkeit auch in dieser Frage Klarheit bekommt.
5.) Geeignete Projektstruktur für das Gesamtprojekt
Das Projekt ist ein gemeinsames von Land und Stadt. Beide Partner werden die Kosten und Risiken je zur Hälfte tragen müssen. Daher ist uns entscheidend wichtig, dass für das Projekt eine Organisationsstruktur gefunden wird, in der sich beide Partner einbringen. Als Vorbild kann hier die Projektgesellschaft Neue Messe dienen, die seinerzeit die Landesmesse auf den Fildern im Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich erstellt hat. Daher schlagen wir eine sehr eigenständig agierende Projektgesellschaft vor, unter Kontrolle von Stadt und Land gemeinsam. Eine organisatorische Durchführung durch den LandesbetriebVermögen und Bau ist für uns nicht vorstellbar.
Wir bitten die Verwaltung diese Eckpunkte mit in die Vorlage zum Grundsatzbeschluss mit aufzunehmen.

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