Kindertagesstätten in der Corona-Pandemie - Sachstand und Verbesserungspotenzial


Die Pandemie verlangt von uns allen viel ab! Dies betrifft auch die Mitarbeiter in den Kindestagesstätten, die unter schwierigsten Bedingungen in den vergangenen Monaten das Betreuungsangebot - vor allem die Notbetreuung - aufrecht erhalten haben und oft den Frust und die Beschwerden der Eltern über die Schließungen als erstes hinnehmen mussten. Wir möchten uns als CDU Gemeinderatsfraktion bei allen Mitarbeitern für Ihren Einsatz bedanken.

Nach der Corona-Pandemie werden wir in der Gesellschaft, Verwaltung und Politik sicherlich eine Schlussanalyse über positive und negative Entscheidungen während der Pandemie ziehen. Es darf insgesamt nicht vergessen werden, dass es sich derzeit um eine außergewöhnliche Situation handelt, in der im Rahmen des Gesundheits- und Infektionsschutzes ungewöhnliche und schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen.

In den vergangenen Wochen haben uns Beschwerden aus verschiedenen Kindertagesstätten erreicht. Bemängelt wurden unter anderem die unzureichende Ausstattung von FFP-2 Masken, eine verspätete Testpflicht und die kurzfristige Informationsweitergabe vonseiten der Stadtverwaltung über Änderungen von Verordnungen in der Hochinzidenz-Phase.

Für uns als CDU-Gemeinderatsfraktion ist es dennoch wichtig, dass sich die Situation in Kindertagesstätten und ähnlichen Betreuungseinrichtungen im Falle einer bevorstehenden vierten Welle verbessert - vor allem in Hinblick auf mögliche Mutanten, die bei Kinder ansteckender sind gegenüber den ersten Virusvarianten. Zwar haben alle Mitarbeiter ein Impfangebot erhalten, dennoch sollten Schutzmaßnahmen auch weiterhin aufrecht erhalten werden, solange diese aus epidemiologischer Sicht notwendig sind. Grundsätzlich ist für uns wichtig, dass Einrichtungen über mögliche Änderungen rechtzeitig informiert werden. Oft müssen zwar Entscheidungen kurzfristig getroffen werden, dennoch sollten wir nach über einem Jahr einen klaren Strategieplan im Umgang mit der Pandemie verfolgen

Wir bitten die zuständige Fachverwaltung nach der Sommerpause zu berichten:

1. Welche Erfahrungen wurden über die Testpflicht in Kindertagesstätten bei städtischen und freien Trägern in den vergangenen Monaten gesammelt?

2. Wie wurde die Ausgabe von Schutzausstattungen z. B. Masken, Schnelltests etc. an Stuttgart Kindertagesstätten organisiert?

3. Sind der Stadtverwaltung die Aussagen über fehlende bzw. sehr kurzfristige Informationsweitergaben von Verordnungen bekannt? Wenn „Ja“: Sind diese Beschwerden berechtigt? Können hier im Zuge der vierten Welle Verbesserungen in den Kommunikationswegen durchgeführt werden?

4. Ab welchem Inzidenzwert treten Schutzmaßnahmen (wie z. B. Testpflicht, Notbetreuung etc.) wieder in Kraft?

5. Welche Schutzmaßnahmen ergreift die Stadtverwaltung für die eventuell bevorstehende vierte Welle?

Antragssteller: Maximilian Mörseburg / Iris Ripsam / Fritz Currle

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (192,2 KiB)

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