Klimapaket soll größtmöglich wirken


Das Klimapaket im Stuttgarter Gemeinderat nimmt Fahrt auf. Der Rat will aus den Haushaltsüberschüssen von 2018 rund 200 Mio. Euro entnehmen und in den Klimaschutz investieren. „Dabei geht es uns darum, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die möglichst effizient sind, sich schnell umsetzen lassen und nachhaltig wirken“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. „Wir wollen keine Einmaleffekte erhaschen, sondern den CO2-Ausstoß in Stuttgart flächendeckend senken.“ Deshalb schließt sich die CDU auch gerne dem Vorstoß der SPD an, in Stuttgart die Förderung der Gebäudesanierung in den Fokus zu nehmen. Aus dem Klimapaket sollen 100 Mio. Euro alleine für die Energiesanierung von Wohnhäusern aufgebracht werden. „Es geht viel besser, wenn ganz viele Baugenossenschaften und Hausbesitzer ihre Gebäude energetisch sanieren, als wenn nur die Stadt ihre Gebäude modernisiert. Deshalb wollen wir das kommunale Förderprogramm extrem ausbauen und die Gelder dafür verzehnfachen“, sagt Alexander Kotz. „Wenn so viele alte Gebäude in Stuttgart auf einen höheren Energiestandart gehoben werden können, hilft das dem Klima mehr, als wenn wir für viel Geld die letzten Prozent Verbesserung aus einem bereits ordentlich gedämmten Gebäude herausholen wollen.“ Es verhält sich wie beim Pareto-Effekt, auch als 80-zu-20-Regel bekannt, der besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden können. Zudem dürfte es durch die hohe städtische Förderung für die Wohnungsmieter nicht zu schmerzhaften Mieterhöhungen kommen.

Zurück