Krankheitstage


Krankentage bei der LHS

Antrag: Wie sieht das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen bei der Landeshauptstadt Stuttgart aus?

Die Gesundheitskrankenkasse AOK Stuttgart-Böblingen veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht über die gesundheitliche Entwicklung ihrer Mitglieder und liefert aktuelle Daten über das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen verschiedener Berufsgruppen in Stuttgart. Die AOK als eine der größten Gesundheitskrankenkassen deckt für einen erheblichen Anteil der Versichertenpersonen in Stuttgart ab.

Dem Bericht zur Folge weisen Berufsgruppen aus der Abfallwirtschaft sowie Bus- & Straßenbahnfahrer - wie bereits in den Vorjahren - hohe Fehlzeiten auf und führen das Spitzenfeld der Ausfallzeiten im Stadtgebiet an. Darüber hinaus sind auch die Krankenstandzahlen der Mitglieder in der öffentlichen Verwaltung mit 6,2 % deutlich höher gegenüber anderen Branchen. Nach Angaben des Personalberichts lag der Wert für die gesamte Stadtverwaltung inkl. Eigenbetriebe im Jahr 2021 bei 6,65 % und ist gegenüber den Vorjahren leicht rückläufig gewesen, dennoch auf einem konstant hohen Niveau.

Die Zunahme der meldepflichtigen Ausfallzeiten im Jahr 2021 ist sicherlich aufgrund von Erkrankungen durch Corona oder Quarantänezeiten erklärbar.

Neben den besonderen Umständen gibt es im Vergleich zu vergangenen Berichtsjahren verstärkt auch Krankschreibungen aufgrund von Rückenleiden und psychischen Erkrankungen. Nach dem Personalbericht sind auch bei der Stadtverwaltung Anstiege zu
verzeichnen.

Insgesamt steht das betriebliche Gesundheitsmanagement bei allen Unternehmen seit Beginn der Pandemie vor komplexen Herausforderungen. Zum einen müssen ihre Beschäftigten vor Covid-19 geschützt werden und zum anderen dürfen die krisenbedingten psychischen Belastungen der Mitarbeiter nicht aus dem Blick geraten.

Aufgrund der vorliegenden Informationen aus dem Bericht für die o.g. Berufsgruppe und dem signifikanten Anteil aus der öffentlichen Verwaltung im Branchenverhältnis sowie der Zunahme an Rückenleiden und psychischer Erkrankungen bei
Versicherten, bitten wir die zuständige Fachverwaltung um Berichterstattung folgender Fragen über die Lage bei der Landeshauptstadt:

1. Wie sieht das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in den letzten fünf Jahren in den einzelnen Einheiten in der Stadtverwaltung inkl. Eigenbetrieben aus?

2. Wie bewertet die Stadtverwaltung das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in der öffentlichen Verwaltung gegenüber anderen Branchen?

3. Konnte in den vergangenen zwei Jahren trotz Ausbruch der Pandemie das Präventionsangebot im betrieblichen Gesundheitsmanagement aufrechterhalten werden?

4. Gibt es insbesondere bei Zielgruppen bzw. Einheiten mit starker Belastung z. B. Abfallwirtschaft, Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie der Stuttgarter Straßenbahn AG ausreichende Präventionsangebote?

5. Wie ist die Nachfrage nach diesen Angeboten?

6. Falls in den vergangenen Monaten aufgrund der pandemischen Lage auf das Präsenzangebot verzichtet werden musste - besteht die Möglichkeit, das Angebot in diesem Jahr bei steigender Nachfrage auszuweiten?

Antragssteller: Beate Bulle-Schmid / Bianka Durst / Dr. Markus Reiners

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (199,2 KiB)

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