Kulturelle Infrastruktur absichern


Kunst und Kultur sind für uns zentrale Bestandteile des städtischen Lebens. Sie setzen wichtige gesellschaftspolitische Impulse und tragen zum Diskurs über die großen Fragen unserer Zeit bei. Kunst und Kultur müssen sich frei entwickeln können. Dafür ist der Erhalt der Vielfalt der kulturellen Orte und der Veranstalter in unserer Stadt von besonderer Bedeutung.
Die kulturelle Identität unserer Stadt ist breit gefächert. Für die institutionell geförderten Kultureinrichtungen haben wir angesichts der Corona-Krise kurz vor Ostern einen ersten wichtigen Schritt getan und weitreichende Beschlüsse von der Auszahlung von Fördergeldern als Soforthilfe bis hin zu Mietstundungen und zusätzlichen Unterstützungsleistungen gefasst.
Doch für die Attraktivität des Stuttgarter Kulturlebens speziell im musikalischen Bereich sind genauso auch die nicht geförderten Spielstätten und Veranstaltungsorte wie das Wizemann, die Wagenhallen, dass LKA und die im Club Kollektiv zusammengeschlossene Clubszene wichtig. Sie tragen zur kulturellen Identität ebenso bei wie die gleichfalls nicht geförderten Konzertveranstalter, die – allen voran SKS Russ – seit Generationen das Kulturleben in unserer Stadt prägen.
Gerade den Musikbereich trifft die aktuelle Krise besonders hart, hat doch die Kultursaison 2019/20 Mitte März ein jähes Ende gefunden. Und wann die ersten Buchungen für Veranstaltungsflächen, Live-Veranstaltungen oder die ersten Abonnements für die nächste Spielzeit gezeichnet werden, ist bei der derzeitigen Unsicherheit für die Folgemonate nur schwer vorherzusagen.
Da uns jedoch der Erhalt dieser musikalischen Infrastruktur wichtig ist und wir wissen wollen, welche der bestehenden Förderinstrumente von Bund und Land, die von Kurzarbeitergeld über einmalige Soforthilfen bis zu zinsgünstigen Krediten reichen, den Einrichtungen, Spielstätten, Veranstaltungsflächen und Veranstaltern dort helfen können,

beantragen wir

darüber einen Bericht der Kulturverwaltung in der kommenden Sitzung des Verwaltungsausschusses. Im Rahmen dieser Berichterstattung geht es uns auch um eine Einschätzung der Verwaltung, ob es darüber hinaus die Möglichkeit geben sollte, diese Hilfsangebote ggfs. durch weitere kommunale Maßnahmen zu ergänzen.

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (227,3 KiB)

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