Neujahrsempfang 2020


Kaum war das neue Jahr gestartet, sorgte OB Fritz Kuhn mit seiner Ankündigung nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung zu stehen für viel Aufsehen im politischen Stuttgart. Und auch sonst gab es eine Reihe an kommunalpolitischen Themen, welche die ersten Tage der 20er Jahre hochspannend werden ließen. So wunderte es nicht, dass zum traditionellen Neujahrsempfang der CDU-Gemeinderatsfraktion weit über 500 Gäste erschienen waren – freilich nicht alleine aus der (Kommunal-)Politik, sondern auch aus der Verwaltung, der Wirtschaft, den religiösen Institutionen, der Zivilgesellschaft, dem Ehrenamt oder auch der Kultur. Passend zu dieser bunten Mischung an geladenen Gästen stand der Abend auch ganz im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

So durfte der volle Sitzungssaal des Rathauses die musikalische Umrahmung durch den ehrenamtlichen Musikverein Hofen genießen und als Höhepunkt des Abends ein Neujahrspodium mit dem Titel: „Von Aufruhr und Aufbruch – Wie leben und diskutieren wir miteinander?“ verfolgen. Moderiert durch den renommierten stv. Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten, Wolfgang Molitor, freute sich die CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann gemeinsam mit Prof. Barbara Traub, Vorstandsvorsitzende der Israelischen Religionsgemeinschaft Württemberg und David Asche, Schülersprecher am Geschwister-Scholl-Gymnasium über den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft in Zeiten von Jugendbewegungen, Demonstrationen, digitalen Kampagnen, aber auch Hetze, Gewalt und zunehmendem Antisemitismus zu diskutieren. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass man entschieden der Verrohrung im Netz entgegentreten müsse und das Schwarz/Weiß-Denken einen erheblichen Schaden für die Demokratie bedeute. Lebendig und intensiv wurde dann auch über FridaysForFuture, die Erwartungen an die Politik, aber auch den richtigen Weg im Kampf gegen Antisemitismus debattiert.

Gleichzeitig freute sich Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz in seiner Begrüßung über Aktuelles aus dem Rathaus und brennenden Themen für 2020 berichten zu können: So stehe der Stadt mit dem Doppelhaushalt 2020/21 nun langsam aber sich finanziell instabil werdendes Fahrwasser bevor. Gleichzeitig diskutiere die Stadtgesellschaft mit viel Pathos über die Sanierung der Staatsoper und eine Realisierung des Nordost-Tunnels. Und natürlich gehe es nach Kotz auch darum, im beschlossenen Verfahren den besten Kandidaten für die OB-Wahl zu finden, um aus dem Verwalten im Chefsessel ein Gestalten zu machen. Nachdem auch der Kreisvorsitzende Dr. Stefan Kaufmann MdB für den Kreisverband der CDU Stuttgart in seinem Grußwort einen Ausblick auf das Jahr geben konnte und dabei die herausragende Rolle der OB-Wahl unterstrich, konnten die hungrigen Gäste bei Speis und Trank sich über allerlei Themen austauschen. In einem waren sich aber alle am Ende des Tages einig: Es ist Zeit für einen neuen Aufbruch im Rathaus und in der Villa Reitzenstein!

Zurück