Rathaus erlebbar


Tag der offenen Türe

Antrag: Das Rathaus für junge Menschen erlebbar machen!

Politische Entscheidungen in den Kommunen betreffen unsere Lebenswelt unmittelbar. Aufgrund des engen Bezugs zum persönlichen Lebensumfeld ist die Kommunalpolitik ein gutes Instrument, um jungen Menschen die Funktionsweisen der demokratischen Prozesse
und des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu vermitteln. Gerade in Zeiten des starken politischen und gesellschaftlichen Diskurses sowie dem Erstarken von politischen Randgruppen ist es wichtig, die schulische und außerschulische politische Bildungsarbeit weiter voranzutreiben.

In Stuttgart bieten wir zwar seit 1995 jungen interessierten Menschen das Angebot, sich im Jugendrat zu engagieren und sich an kommunalen Entscheidungen zu beteiligen. Jedoch erreicht dieses Angebot nur einen bestimmten Personenkreis – oft junge Menschen, die sich bereits für Politik interessieren. Wir begrüßen grundsätzlich diese Beteiligungsform, dennoch können wir uns vorstellen, das Angebot der politischen Bildung auszubauen. Denn es ist festzustellen, dass zahlreichen jungen Menschen nicht bekannt ist, dass solche Beteiligungsangebote überhaupt bestehen.

Wir wünschen uns, dass die politischen Bildungsangebote für junge Menschen in der Landeshauptstadt erlebbarer werden. Wir sind davon überzeugt, dass die Kommunalpolitik hierzu eine gute Möglichkeit wäre, die politische Bildungsarbeit und das Verständnis von
Demokratie besser zu vermitteln. Wir können uns dabei vorstellen, dass die Stadt jährlich einen kommunalpolitischen Tag mit verschieden Informationsmöglichkeiten für Schulgruppen anbietet. Ganz nach dem Motto: „Das Rathaus für junge Menschen erlebbar
machen“.

An diesem Informationstag sollen Schülerinnen und Schüler von Stuttgarter Schulen die Möglichkeit erhalten, die Kommunalpolitik kennenzulernen. Dabei soll ein solcher Informationstag die Funktionsweisen der einzelnen Organe und Teilhabemöglichkeiten
vermitteln, z. B. in Form eines Planspiels. Darüber hinaus soll dieser Aktionstag den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit geben, ihre persönlichen Anliegen an den Gemeinderat hineinzutragen.

Darüber hinaus wäre es eine gute Möglichkeit, jungen Menschen auch die Berufsmöglichkeiten bei der Landeshauptstadt zu vermitteln. Die Stadt zählt als prämierter Arbeitgeber zu einem der besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands. Gerade in Zeiten des
Fachkräftemangels ist es wichtig, junge potenzielle Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung oder duales Studium bei der Stadtverwaltung zu gewinnen.

Daher beantragen und fragen wir an:

1. Die Stadtverwaltung soll dem Gemeinderat ein mögliches Veranstaltungsformat erstellen, um jungen Menschen die Kommunalpolitik auf praktische Weise zu vermitteln. Dieses Format soll bis spätestens zur Sommerpause im Jugendhilfeausschuss vorgestellt werden.

2. Die Stadt möge hierzu Partner wie z. B. den Stadtjugendring und die Jugendhausgesellschaft hinzuziehen, da diese bereits Erfahrung mit solchen Beteiligungsformaten haben.

3. Wir bitten um eine Aufstellung, welche politischen Bildungsangebote im schulische und außerschulischen Bereich in der Landeshauptstadt bereits angeboten werden.

Antragssteller: Iris Ripsam / Dr. Klaus Nopper / Bianka Durst / Fred-Jürgen Stradinger

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (245,1 KiB)

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