Sportträger unterstützen - Sport im Ganztagsschulbetrieb


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Obwohl die Corona-Inzidenzfälle im Sommer 2020 verhältnismäßig niedrig waren und eine Hoffnung auf Normalität bestand, musste aufgrund der steigenden Inzidenzfälle im Herbst 2020 der Präsenzunterricht an Schulen erneut eingestellt werden. Weitere Entwicklungen und Herausforderungen sind bekannt.
Dies führte an den Stuttgarter Schulen dazu, dass der Stundenplan umgestellt werden musste. Insbesondere der Sportunterricht wurde gestrichen. Sportvereine und das Gemeinschaftserlebnis Sport (GSE) – als Sportanbieter – mussten ihr Personal im Rahmen des Programms „Sport im Ganztagsschulbetrieb“ an Grundschulen in Kurzarbeit schicken, um die Betriebsfähigkeit zu erhalten.
Um für das Personal eine sozialverträgliche Lösung zu finden, wurde das gesetzliche Kurzarbeitergeld seitens der Arbeitgeber aufgestockt. Diese Kosten wurden von den jeweiligen Arbeitgebern – also den Sportvereinen und der GSE – getragen.
Nach dem Stuttgarter Modell ist jedoch vertraglich vereinbart, dass nur erbrachte Stundenleistungen des Sportanbieters mit 15 Euro pro Stunde bezuschusst werden. Dies war aufgrund der pandemischen Bedingungen nicht möglich, dennoch blieben die Vereine auf ihren Aufwendungen im Rahmen dieser Partnerschaft sitzen. Letztlich tragen die Vereine diesen finanziellen Mehraufwand und belasten die bereits in Mitleidenschaft gezogenen Strukturen und Finanzen der Vereine noch stärker.
Insbesondere nach der langen Pause werden Bewegung, Spiel und Sport in Verbindung mit pädagogischen Ansätzen ein noch wichtigerer Baustein für Kinder und Jugendliche sein. Deshalb sollten solche Unterrichtseinheiten zügig in die Planung für das kommende Schuljahr eingeplant werden.
Darüber hinaus sollen Vereine in ihrer Finanzplanung als Kooperationspartner nicht noch stärker belastet werden. Als Kommune haben wir bereits im vergangenen Jahr eine Strukturhilfe beschlossen, dennoch reißen solche Ausgaben, die mit Einnahmen im Rahmen der Kooperation verplant waren, weitere Löcher in die Finanzplanung der Vereine. Die CDU-Gemeinderatsfraktion möchte, dass diese besondere Kooperation zwischen Schulen und Sportträgern/Vereinen auch in der Zukunft zuverlässig fortgeführt wird.

Wir beantragen, dass die Stadtverwaltung prüfen soll, ob eine finanzielle Unterstützung für die vertraglichen Sportanbieter (Vereine und GES) im Programm „Sport im Ganztagsschulbetrieb“ aufgrund der außergewöhnlichen Belastungen durch Corona trotzdem möglich ist?

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