Sprache – der Schlüssel zur Integration


Das Jahr 2015 und die damit verbundene Aufnahme von über einer Million Migrantinnen und Migranten war ein einmaliger humanitärer Akt unseres Landes, um die überquellenden Flüchtlingsrouten auf dem Balkan zu entlasten.
In Folge des Zustroms mussten die Bundesländer und Kommunen einen großen und wichtigen Beitrag leisten und viele Flüchtlinge aufnehmen. Gerade Stuttgart leistete mit dem „Stuttgarter Weg“ und einer hervorragenden und schnellen Unterbringung sehr viel zur
Verbesserung der angespannten Situation.

Mittlerweile ist die Flüchtlingskrise knapp sechs Jahre her. Viele der damaligen Flüchtlinge leben in Deutschland, auch in unserer Stadt. Wir hören täglich von sehr gelungenen Integrationsgeschichten, aber eben auch von noch immer vorherrschenden Problemen beim Miteinander der Menschen in unserem Land.

Für uns als CDU-Gemeinderatsfraktion steht besonders die Sprache als Integrationsinstrument im Mittelpunkt, denn nirgends kann Integration gelingen, wenn die Landessprache nicht mit einem zufriedenstellenden Niveau beherrscht wird.

Um hier einen Überblick über die Erfolge der letzten sechs Jahre zu bekommen, fragen wir die Verwaltung:

1. Welche Deutschkurse wurden den Flüchtlingen von Bund, Land und Stadt angeboten? Wie wurden diese Kurse angenommen? Wie war der Anteil der Kursteilnehmer, die die Kurse komplett besucht und mit Erfolg abgeschlossen haben?

2. Wie ist die Stadt bzw. unsere Partner bei den Sprachkursen in Bezug auf die Lehrkräfte (mit Muttersprache der Teilnehmer) aufgestellt? Gibt es hier genügend Lehrkräfte oder wäre hier Verbesserungspotenzial möglich?

3. Hat die Stadtverwaltung einen Überblick über das Sprachniveau der in Stuttgart lebenden Flüchtlinge und wenn ja, auf welchem Niveau befindet sich dieses im Durchschnitt? Wie ist hier die Verteilung auf die unterschiedlichen Altersgruppen? Gibt es Unterschiede im Sprachniveau der Geschlechter? Sollte dies so sein, was sind die Gründe dafür?

4. Welches Sprachniveau ist nach Einschätzung der Verwaltung für eine gelungene Integration nicht zuletzt in die Ausbildung- und Arbeitswelt mindestens notwendig, und wie hoch ist der Anteil der Flüchtlinge in unserer Stadt, die dies erreichen?

5. Sieht die Stadtverwaltung noch zusätzlichen ergänzenden Bedarf an Deutschkursen? Wenn ja, wird die Stadtverwaltung dies in ihren Haushaltsansatz 2022/23 aufnehmen?

6. Gibt es über die vorhandenen Instrumente hinaus noch Möglichkeiten, dass deutsche Sprachniveau der Flüchtlinge in unserer Stadt zu verbessern?

Antragssteller: Beate Bulle-Schmid / Maximilian Mörseburg / Dr. Markus Reiners / Iris Ripsam

Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (241,9 KiB)

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