Stuttgart soll den Menschen in Moria helfen


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Seit Jahren ist das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos überfüllt und die
Zustände sind für die Menschen dort kaum ertragbar. Wir bedauern sehr, dass die
europäischen Staaten sich noch immer nicht auf eine grundsätzliche Verteilung der nach
Europa flüchtenden Menschen geeinigt haben. Trotzdem darf dieses richtige und wichtige
Ziel nicht aufgegeben werden und muss gerade auch während der europäischen
Ratspräsidentschaft weiterhin vorangetrieben werden.
Auch wenn es in zahlreichen Städten in Deutschland eine grundsätzliche Bereitschaft zur
Aufnahme zusätzlicher Geflüchteter gibt, darf dieses Signal eines deutschen Sonderwegs in
Europa nicht gegeben werden, hält man am Ziel einer europäischen Lösung fest. Wir
lehnen daher eine weitere zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten in unserer Stadt, ohne
eine bundes- bzw. europaweite Regelung, in dieser Frage ab.
Wir wollen aber, dass Stuttgart den Menschen in Moria hilft.
Daher bitten wir den Oberbürgermeister zu prüfen, mit welchen städtischen Hilfsgütern und
Helfern wir vor Ort auf Lesbos kurzfristig und humanitär helfen können. Wir denken dabei
an Zelte, Betten, Decken, Regenschutzplanen, Kücheneinrichtungen, Notstromaggregate,
Spielsachen, medizinisches Material oder Hygieneartikel. Auch Stuttgart hält in seinen Beständen für Katastrophenfälle solche Ausrüstungen vor, die wir gerne mit den Menschen von Moria teilen würden. Eventuell wäre auch eine personelle Unterstützung durch z.B. Mitarbeiter unserer Feuerwehr (haupt- oder ehrenamtlich oder andere Rettungsorganisationen) möglich.

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