Was darf die Oper kosten?


Ganz Stuttgart diskutiert inzwischen über die ominöse Milliarde, die die Sanierung der Staatsoper kosten soll. Diese Zahl ist aus der Sitzung des Verwaltungsrates der Württembergischen Staatstheater öffentlich gemacht worden. „Stuttgart ist Kulturhauptstadt Deutschlands und möchte dies selbstverständlich auch bleiben. Hierzu tragen in wesentlichem Maße die Staatsoper und das Ballett bei“, stellt CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz fest. „Daher sehen wir nach wie vor die Sanierung der Staatsoper mit dem zeitlich begrenzten Umzug in eine Interimsoper für den anhaltenden Erfolg des Kulturstandortes Stuttgart als wünschenswert an.“

Allerdings kann und wird eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Staatsoper aus Sicht der CDU-Fraktion erst nach der Beantwortung einer CDU-Anfrage möglich sein, welche neben der Sanierung der bestehenden Staatsoper auch die Option eines Neubaus ins Spiel bringt. Sollte sich dabei ergeben, dass eine Sanierung der Oper die einzige Option sei, drängt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Kosten auf, welche paritätisch zwischen Land und Stadt aufgeteilt werden.

Mit dem Neubau des Stuttgarter Klinikums, unabdingbaren Investitionen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur, notwendigen Schulsanierungen oder dem kommunalen Klimaschutz mit dem umfassenden Klima-Paket aus Vorschlägen der Verwaltung und der Ratsfraktionen stehen der Landeshauptstadt unausweichliche Aufgaben mit hohen Aufwendungen bevor. Zudem erwartet Stuttgart mit der Erweiterung des Theaterhauses, dem Neubau des Lindenmuseums, dem Projekt einer neuen Stuttgarter Philharmonie oder dem Film- und Medienhaus weitere große Investitionen im Bereich der Kultur.

„Im Kontext all dieser wichtigen Projekte und Investitionen sind wir der festen Überzeugung, dass die Landeshauptstadt für die Sanierung der Staatsoper eine nach dem aktuellen Stand reduzierte Investitionssumme ansetzen muss“, meint Alexander Kotz. „Aus dieser reduzierten Summe ergibt sich zwangsweise ein reduziertes Bauprogramm, welches die Projektpartner gemeinsam und weitsichtig ansetzen müssen. Aus unserer Sicht darf der feste städtische Anteil den Betrag von 300 Mio. EUR nicht überschreiten.“

Zurück